Solaroffensive
Die Gemeinde Hagen im Bremischen leistet bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, insbesondere durch die Windenergie. Für eine klimaneutrale und sichere Energieversorgung ist jedoch ein breiter Energiemix erforderlich. Windkraft und Photovoltaik ergänzen sich ideal, da sie zu unterschiedlichen Zeiten und Witterungslagen Strom erzeugen. So werden die Versorgungssicherheit gestärkt, Abhängigkeiten reduziert und die regionale Wertschöpfung erhöht.
Die Solarenergie hat in Hagen im Bremischen in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Insgesamt wurden in der Gemeinde bereits 1.132 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 17,6 MWp installiert. Diese Entwicklung zeigt, dass viele Bürger:innen die Chancen der Solarenergie bereits erkannt haben und aktiv zur nachhaltigen Energieversorgung beitragen, gleichzeitig gilt das PV-Potenzial in der Gemeinde gemäß des Solarpotenzialkataster des Landkreis Cuxhaven erst zu etwa 15% ausgeschöpft.
Die Solaroffensive (Maßnahme KIB2 des IKSK, S.103) zielt insbesondere auf die Hebung der „freiwilligen“ Potenziale auf Dachflächen von Wohngebäuden sowie von landwirtschaftlichen und gewerblichen Betrieben.
Die Aufrüstung bei Neubauten und umfangreichen Dachsanierungen (ab 50m²) ist in Niedersachsen ohnehin durch die seit dem 1. Januar 2025 geltende PV-Pflicht verbindlich geregelt (§32a NBauO).
Informationen & Beratung
Erste Einschätzung des Potenzials Ihrer Dachflächen
Eine erste Einschätzung zur Eignung Ihres Daches liefert Ihnen das Solarpotenzialkataster des Landkreis Cuxhaven. Für Ihre konkrete Adresse erhalten Sie im Kataster anhand von Dachausrichtung, Neigung, Verschattung und Sonneneinstrahlung einen Überblick, wie gut sich ihr Dach für PV- und Solarthermie eignet. Ergänzend empfehlen wir hierzu die Lektüre der Informationsbroschüre Photovoltaik für private Haushalte der Verbraucherzentrale Niedersachsen sowie die Rechner der Forschungsgruppe Solarspeichersysteme der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.
Konkrete Beratung – unabhängig und kostenfrei
Sie möchten in die Tat schreiten, haben jedoch noch Beratungsbedarf? In diesem Fall empfehlen wir Ihnen eine persönliche Beratung bei Mirko Jahn, unserem für den Südkreis tätigen Energieberater der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Eine Beratung ist an jedem 2. und 4. Montag im Monat nach telefonischer Anmeldung in der Beverstedter Feldhofhalle möglich. Weitere Infos finden Sie hier.
Sie bevorzugen eine Beratung bequem von zuhause aus? Dann ist der Online-Vortrag „Solarenergie vom eigenen Dach“ mit digitaler Gruppenberatung der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen (KEAN) das richtige Format für Sie. Die aktuellen Termine des regelmäßig stattfindenden Beratungsangebotes finden Sie hier (nach unten scrollen).
Im Rahmen beider Beratungsangebote erhalten Sie auch Informationen zu bestehenden Fördermöglichkeiten. Möchten Sie selbst recherchieren, dann klicken Sie hier.
Solarwissen zum Weiterklicken
Mitstreiter:innen für "Solarparty" gesucht!
Die sogenannten Solarpartys sind ein bewährtes Veranstaltungsformat im kommunalen Klimaschutz, das darauf abzielt privates Engagement mit Fachwissen zu kombinieren: Eine engagierte Privatperson stellt als Multiplikatorin ihren privaten Raum zur Verfügung und gibt Interessierten - vorrangig wird die erweiterte Nachbarschaft adressiert - einen Erfahrungsbericht über Anschaffung, Installation und Betrieb der eigenen PV-Anlage. Ergänzt wird das Angebot durch einen Fachakteur, der hinsichtlich Förderung und Finanzierung beraten kann.
Der Maßnahmenkatalog des Integrierten Klimaschutzkonzepts der Gemeinde enthält unter der Maßnahmennummer KIB2B, S. 103, die Durchführung einer solchen Solarparty.
Hierfür bedarf es in erster Linie eine engagierte Privatperson, die nicht nur eine Solaranlage besitzt, sondern ebenso von ihrem Nutzen überzeugt ist und ihr Wissen gern teilen möchte. Sie fühlen sich angesprochen? Dann melden Sie sich gern bei Klimaschutzmanagerin Ann-Christin Wengel - Bei passenden Rahmenbedingungen kann dann gemeinsam eine Solarparty geplant und im Frühjahr/Sommer 2027 umgesetzt werden.

